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"Kein Platz mehr"

"Kein Platz mehr"

Buchcover

von Margit Schreiner, Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung gmbH, Frankfurt am Mein 2018; 175 S.

Zettel, Tagebücher, Korrespondenzen, Zeitungsartikel, Fotos, Nippes aller Art: "Allein die dinge, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln".
Gewohnt überspitzt und mit reichlich schwarzem Humor wettert Margit Scheiner über die Fülle, mit der wir uns tagtäglich umgeben und konfrontiert sehen.
Dabei bleibt niemand verschont; Bruno stapelt Unterlagen in seiner neu hinzugemieteten (um Platz zu schaffen!) Bibliothek, Hans und Maria kaufen zwar nichts Neues, schmeißen aber auch nichts weg, Rudi und Franca leben in einem villgestellten Schloss am Lago Maggiore und selbst bei Willi auf dem Land wird es eng.  Da hilft nur das Aus- und Aufräumen - Wenngleich dies noch mehr zutage fördert...
Ein so amüsanter wie treffender Roman über den Mangel an Platz, über Schriftsteller, die wie Messies leben, sowie übe rdie problematische Müllentsorgung in Italien. Am Beispiel Japans geht Margit Scheinerder weltweiten Platzfrage nach, zeigt die irrwitzigen Folgen des Platzmangels und des Lärms auf ganze Gesellschaftsstrukturen. Wer glaubt, dass da nur nocht die Flucht in den Himalaya oder den kanadischen Urwald bleibt, irrt sich. Denn ganz gleich, wie man es dreht und wendet: Es gibt keinen Platz mehr.